A sunny trip

6 Monate "Weg" sind das Ziel

Montenegro

Morinj (Autocamp Naluka):

Am 05.05. überquerten wir erneut die EU-Grenze südlich in den kleinen auch ehemals zu Jugoslawien gehörenden Staat Montenegro und fuhren endlich mal wieder, zum Dachzelt-Campen, nach Morinj in die Bucht von Kotor. Das 2. Mal Campen und es war so toll. Das Dachzelt war mit die beste Sache, die wir uns je angeschafft haben, gell Schatzl...!? 😉

Kurzinfo: Baden möglich, aber immernoch kalt... man muss es wollen...

Grahovo:

2 Tage später fuhren wir 1 Stunde ins montenigrinische Hinterland, zu unseren besten Gastgebern auf der bisherigen Tour. Anita, ihr tata (Papa) und Djorde sollten uns den Aufenthalt zu etwas ganz Besonderem machen, so wie wir uns es erträumt hatten, Land und LEUTE kennenzulernen.

Die Landschaft war beeindruckend... Ein kleines Stück bewirtschaftetes Land zum Agrokultur-Anbau, d.h. möglichst mit natürlichen Mitteln Kleinanbau zu betreiben. Wir durften und wollten mit anpacken und bestellten so 3 Felder per Hand mit Mais-Samen. Pro Tag 1 Feld. Es war schon eine Art Meditation und fühlte sich sehr gut an.

In den Pausen streichelten wir Hunde-Welpen, kletterten, fütterten Ziegen, schaukelten am Baum und tranken Sliwowitz mit Djorde.

Am 2. Abend kamen ein sehr guter Freund von Djorde, sein Nachbar und Bruder zum Quatschen, Schlemmen und Sliwowitz trinken vorbei. Sie erzählten uns einiges über das Leben hier, ihre Ideen, die „Happy-Machine“ (siehe Bild oben rechts = Sliwowitz-Destille) und das Djorde`s Bruder dringend eine Frau sucht... 😉

Der letzte Tag am 10.05. stand ganz im Zeichen der Vorbereitung auf ein kleines Fest, das Djorde organisiert hatte, um seinen Hof und seine Visionen, auch medial via TV, unter die Leute zu bringen. Wir durften mit helfen, Moritz beim Feuermachen für den traditionellen Schmortopf, wir beim Sliwowitz trinken und feiern. Die Freunde von Djorde lockten nach gegebener Zeit ein typisches deutsches Liedchen aus unseren Mündern heraus. Es war ein rundum gelungener Aufenthalt und wir haben auch jetzt noch Kontakt zu ihnen und sind jederzeit so wie all unsere Freunde, Familie, Bekannte und Verwandte herzlichst eingeladen, sie zu besuchen (und nicht nur der Feldarbeit wegen 😉).

Podgorica:

Nach einem 2-tägigen Aufenthalt in der Küstenstadt Budva, von der Moritz und ich aufgrund einer Menge Regen nur wenig und Sabrina aufgrund von Sliwowitz-Überschuss nicht wirklich etwas gesehen hat, ging es am 12.05. wieder einmal über hohe Berge und dichte Wolken ins Inland in einen kleinen Vorort Podgoricas, der Hauptstadt Montenegros. Diese selbst liegt in einem langgezogenen Tal und der Fluss Ribnica, welcher die Stadt durchzieht, war bei unserem Besuch aufgrund des viel gefallenen Regens besonders gut gefüllt.

Die Stadt selbst ist jetzt nicht so der Knüller, viele alte unsanierte Wohnblöcke, ein Kästchennetz aus Straßen, es fehlt etwas an Charme, aber natürlich können wir das nur von den Ecken behaupten, die wir besucht haben. Die Grünanlagen in der Stadt sind aber zu bemerken, da diese wirklich großflächig und doch recht zahlreich und sauber sind.

Wir sind 1 Tag lang durch die Stadt geschlendert und haben uns einfach dem hingegeben, was uns unsere Füße so präsentierten. Man fühlt sich etwa 30 Jahre zurückversetzt.

Auf der Zugfahrt, die wir am 14.05. von Podgorica nach Bar für lächerliche €07,50,- (es sei angemerkt für 2 Erw., 1 Kind, 1 Hund, HIN UND ZURÜCK !!! Auf diesem Wege auch nochmal ganz liebe Grüße an die DB 😉) an die Küste gemacht haben, hatte das nun aber den Vorteil, noch einmal in einem alten Personenwagon mit Einzelkabinen und Flurgang fahren zu können. Das war fetzig, wir haben die halbe Zugfahrt von insgesamt 1 1/2 Stunden damit verbracht, unsere Köpfe aus dem Rollfenster hinauszuhalten und uns vom Wind anblasen zu lassen und die schöne Aussicht zu genießen. Den krönenden Abschluss bildete eine 10-minütige Tunnelfahrt durch einen Riese von Berg, bis wir an der Küstenstadt ankamen. Geplant war eigentlich eine Zugfahrt ins Landesinnere nach Bijelo Polje, die noch spektakulärer an Bergschluchten entlang und durch noch mehr Tunnel führt, nur waren Abfahrtszeiten und Fahrtzeit unmöglich für uns zu realisieren.

Aber als Info ! : Wer gerne Zug fährt und mal noch Montenegro (Podgorica) möchte, HIER der Tipp.

Bar war nochmal 10 Jahre weiter zurückversetzt, wir befinden uns also jetzt in den 80er Jahren 😉.