A sunny trip

6 Monate "Weg" sind das Ziel

Bosnien und Herzegowina

Auch die Fahrten durch Bosnien und Herzegowina waren wieder absolut sehenswert von der Landschaft her und nicht nur dadurch sollten wir beeindruckt werden. Es war das bisher für uns aufregendste und eindrucksvollste Land, da wir noch nicht großartig von BiH als Urlaubsland gehört hatten, es aber definitiv immer wieder eine Reise wert sein wird.

Mostar:

Diese vor allem für uns so bezaubernde orientalische und historische Kleinstadt verzauberte uns mit ihren Gesängen des Muezzin aus allen Ecken dieser tollen Altstadt. Der türkisblaue Fluss Neretva, den wir später auf der Reise nach Sarajevo noch etwas begleiten sollten, floss unter wunderschönen alten Bogenbrücken hindurch. Junge Männer springen für €50,00 nach traditionellem Brauch diese sehr hohen Brücken hinunter.

Sabrina beim Erlernen der Zubereitung eines Bosnischen Kaffees.

Sunny wie immer ohne Frage einfach nur die hübscheste Hunde-Lady im Universum.

Sarajevo:

Wie schon erwähnt ging die Fahrt durch BiH und insbesondere von Mostar nach Sarajevo durch herrliche Landschaften. Der Fluss Neretva baute wie eine Art Canyon in die hohen Berge und wir durften ihn bestaunen sowie dann auch das Ziel: Die Hauptstadt Sarajevo.

Wir haben uns vor allem im Osten der Stadt aufgehalten, wo auch unsere Unterkunft war, sodass wir alles erlaufen konnten. Dies war auch gleich die historische Altstadt mit der Baščaršija, einem Basar mit einem Holzbrunnen in der Mitte und Tauben auf dem Platz wie in Venedig.

Sarajevo wird auch als das Jerusalem Europas bezeichnet. Kirchen, Synagogen und Moscheen stehen in unmittelbarer Nähe beieinander. Ein muslimischer Guide erklärte uns später, dass es ein respektvolles Miteinander ist. Das fanden wir sehr berührend, weil es genau unserer Philosophie des menschlichen Miteinanders entspricht.

Moritz und ich haben uns ein wenig in einer Moschee barfuß an dem weichen Teppich erfreut.

Natürlich durfte landestypisches Schlemmen nicht fehlen. An jeder Ecke gab es Ćevapi, wie es in Sarajevo genannt wird, und andere Köstlichkeiten zu essen.

Am 29.04. sind wir mit der Seilbahn, die eigens für die olympischen Winterspiele 1984 erbaut wurde, hoch über die Stadt gefahren. Toller Ausblick und der einheimische Guide, von dem ich vorhin sprach, sagte zu uns, die 2 Wochen olympische Spiele waren die besten 2 Wochen Sarajevos. Keiner konnte auch nur erahnen, dass 8 Jahre später die schlimmste Zeit Sarajevos kommen sollte...

... Denn 1992 begann der Bosnienkrieg und ebenso die Belagerung der Stadt. Diese dauerten 4 Jahre an. Es war mit 1.425 Tagen die längste Belagerung des 20. Jh. und die Luftbrücke zur Versorgung der hunderttausenden Menschen in der Stadt dauerte länger als die Berliner Luftbrücke.

Wir haben im Rahmen unserer Möglichkeiten mit Moritz und Sunny eine Führung zum "Tunnel", der unter dem von der UN kontrollierten Flughafen Sarajevos hindurch ging, gemacht und waren sehr bewegt von der Geschichte, die uns der besagte Guide, ein Zeitzeuge, dazu erzählte.

Manchmal sagen Bilder mehr als tausend Worte...

Kleines Andenken an Sarajevo, was einer erneuten Reise in diese traumhafte Stadt keinen Abbruch tun wird 😉.

Gacko:

Am letzten Tag in Sarajevo hatten wir also warten müssen auf den Sheriff von der Polizei-Inspektion, der von einem einige Kilometer weit entfernten Bergdorf sonntags in die Stadt kommen musste, um sein Autogramm auf unseren Polizeibericht für die Versicherung wegen dem Einbruch in unsere liebe Silvie setzen zu können. Daher konnten wir am 30.04. erst spät abends um 23:00 Uhr weiter zu unserem Zwischenstopp in Gacko auf der eher serbisch bevölkerten Seite Bosniens der Republik Srpska aufbrechen. Die Familie dieser Unterkunft war so überaus freundlich und empfing uns nachts 01:45 Uhr sehr liebevoll und half uns beim Reintragen unserer Sachen und machte uns alles herzerwärmend zurecht. Es war für uns nur eine nächtliche Zwischenstation, doch wir schauten uns am nächsten Vormittag noch einmal das kleine Kohle-Arbeiterstädtchen an. Nicht schön, aber umso freundlichere Menschen und vor allem Kinder haben uns den Spaziergang versüßt.

Danach ging es wie schon im Kroatien-Blog beschrieben wieder zurück über die kleine Grenze nach Slano im Süden bei Dubrovnik, wohin wir nach einer wunderschönen Fahrt über sanfte Berge und ein langgestrecktes grünes Tal zwischen Trebinje und dem Dorf Zavala fuhren, wo wir eine kurze Rast machten, um die Aussicht zu genießen.